Neue Preise ab 1. Oktober 2026. Bis zum 30. September gelten für neue Anmeldungen noch die bisherigen Tarife. Mehr dazu
Für Eltern von Jugendlichen

Als Eltern begleiten

Ihr Kind soll den Weg finden, der zu ihm passt, und Sie möchten helfen, ohne zu bestimmen. Genau in dieser Spannung sind wir oft die dritte Stimme im Raum.

«Wie viel darf ich lenken?»

Diese Frage stellen uns Eltern häufiger als jede andere. Sie ist berechtigt: Mit vierzehn oder fünfzehn soll ein Mensch eine Entscheidung treffen, die Jahre trägt, und er hat noch kaum Erfahrung, an der er sich orientieren kann. Ganz allein lassen geht also nicht. Zu stark lenken aber auch nicht: Wer den Beruf der Eltern übernimmt, ohne dass er passt, merkt es spätestens im zweiten Lehrjahr.

Aus dieser Spannung kommt man selten allein heraus, weil Eltern und Kind zu nah beieinander sind. Alles, was Sie sagen, hat Gewicht, und genau deshalb wird es schnell als Druck gehört, auch wenn es als Vorschlag gemeint war. Eine Beratung von aussen nimmt Ihnen diese Doppelrolle ab: Wir sagen, was wir sehen, und Sie dürfen wieder Vater oder Mutter sein statt Berufsberaterin.

Wenn Ihr Kind noch nichts weiss

Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. «Ich weiss nicht, was ich will» ist der häufigste Satz in unseren Beratungen und kein Grund zur Sorge. Wir setzen nicht voraus, dass jemand mit einer Liste kommt.

Was in dieser Phase erfahrungsgemäss nicht hilft: Vergleiche mit Geschwistern oder Kolleginnen, häufiges Nachfragen und Vorschläge, die eigentlich Erwartungen sind. Was hilft: Zeit zum Schnuppern, ein realistischer Blick auf die Stärken und jemand, der sie benennen kann, ohne dass es nach Lob (oder Kritik) von den eigenen Eltern klingt.

Wenn Sie unterschiedlicher Meinung sind

Der Klassiker: Sie halten das Gymnasium für den sichereren Weg, Ihr Kind möchte eine Lehre oder umgekehrt. Solche Gespräche drehen sich schnell im Kreis, weil beide Seiten Meinungen austauschen und keine Grundlage haben.

Wir entscheiden das nicht für Sie. Aber die Analyse verschiebt das Gespräch weg von «ich finde» hin zu dem, was tatsächlich angelegt ist, und das lässt sich gemeinsam anschauen. Viele Familien sagen uns hinterher, das sei der eigentliche Nutzen gewesen: nicht die Liste mit Berufen, sondern dass endlich alle vom Gleichen sprachen.

Ihre Rolle im Gespräch

Kommen Sie gerne mit. Nach unserer Erfahrung ist das ein Vorteil, wenn auch keine Bedingung. Ihre Rolle dabei ist einfacher, als viele denken: vor allem zuhören. Am meisten hilft es Ihrem Kind, wenn es die Fragen selbst beantworten darf, auch wenn es einen Moment dauert. Ihre Sicht interessiert uns, und wir fragen ausdrücklich danach, im Zentrum steht aber Ihr Kind.

Der eigentliche Gewinn Ihrer Anwesenheit kommt danach: Sie haben dasselbe gehört. Das erspart die Übersetzungsarbeit am Abendtisch und verhindert, dass am Ende zwei verschiedene Fassungen im Umlauf sind.

Was Sie danach in der Hand haben

Ein schriftlicher Bericht, je nach Angebot eine kurze Zusammenfassung oder eine ausführliche Fassung. Er beschreibt die Stärken, Talente und Wesensmerkmale Ihres Kindes und nennt konkrete Berufsfelder, Ausbildungen oder Studienrichtungen, die dazu passen.

Dieses Papier ist mehr als ein Andenken. Es ist die gemeinsame Grundlage für die Gespräche der nächsten Monate, für die Auswahl der Schnupperlehren und später für die Bewerbungen. Und es lässt sich in einem halben Jahr wieder hervorholen, wenn die Diskussion erneut aufkommt.

Wann Sie sich melden sollten

Für die Lehrstellensuche: ab Ende des ersten Oberstufenjahres, ganz besonders im zweiten. Lehrstellen werden rund ein Jahr im Voraus vergeben, und wer früh dran ist, hat Zeit zum Schnuppern statt Druck beim Bewerben.

Für die Studienwahl: im Maturajahr, also im letzten Gymnasialjahr oder kurz davor, deutlich vor den Anmeldefristen im Frühling. Gern auch während eines Zwischenjahrs.

Was wir nicht tun

Wir entscheiden nicht für Ihr Kind, und wir stellen keine Prognose. Eine Analyse zeigt Anlagen und passende Richtungen. Sie sagt nicht, wie ein Leben verlaufen wird. Ebenso wenig sind wir eine therapeutische oder schulpsychologische Stelle: Wenn hinter der Unentschlossenheit etwas anderes steckt, etwa eine anhaltende Belastung oder eine Lernschwierigkeit, sind Schulsozialarbeit, Hausärztin oder eine Fachstelle die richtige erste Adresse. Sprechen Sie uns ruhig darauf an, wenn Sie unsicher sind.

Passende Angebote

Was für Ihr Kind infrage kommt.

Drei Angebote stehen offen. Sie unterscheiden sich in der Tiefe der Begleitung und in dem, was Ihr Kind schriftlich mitnimmt. Das hervorgehobene Angebot passt in dieser Situation erfahrungsgemäss am besten. Die ersten beiden Angebote umfassen denselben Termin: Ob die ausführliche Ausarbeitung dazukommen soll, können Sie auch erst nach dem Gespräch entscheiden.

Tarif 31111 · Smart

Beratung mit Kurzbericht

Der ideale Einstieg

Ein Termin, konkrete Berufsempfehlungen und eine kurze schriftliche Zusammenfassung, die Sie zu Hause gemeinsam durchgehen können.

  • Persönliche Potenzialanalyse auf Basis der Psychophysiognomik
  • Beratungsgespräch von 1½ bis 2 Stunden, auf Wunsch mit einer Begleitperson
  • Konkrete Empfehlungen für passende Ausbildungen, Berufe und Studienrichtungen
  • Kurze schriftliche Festhaltung von ½ bis 1 A4-Seite
Fr. 560.—inkl. MwSt.
Besonders passend Tarif 31121 · Advanced

Beratung mit ausführlichem Bericht

Dieselbe Beratung, ausführlich schriftlich

Wenn Sie die Empfehlungen zu Hause in Ruhe gemeinsam durchgehen möchten: derselbe Termin, aber mit ausführlicher Ausarbeitung statt der kurzen Festhaltung.

  • Gespräch und Analyse wie beim ersten Angebot
  • Ausführliche schriftliche Ausarbeitung von 1½ bis 2 A4-Seiten
  • Telefonisches Nachgespräch nach Bedarf von maximal 15 Minuten innerhalb von acht Wochen
Fr. 940.—inkl. MwSt.
Tarif 31131 · Premium

Beratung in zwei Gesprächen

Die vertiefte Potenzialanalyse

Wenn mehrere Richtungen im Raum stehen oder Sie und Ihr Kind unterschiedlicher Meinung sind: zwei Termine mit Aufgaben dazwischen. Das entspannt die Diskussion zu Hause spürbar.

  • Zwei Beratungsgespräche von je 1½ bis 2 Stunden im Abstand von rund zwei Wochen
  • Vertiefte Potenzialanalyse
  • Reflexionsaufgaben zwischen den beiden Terminen
  • Telefonisches Nachgespräch nach Bedarf von maximal 15 Minuten innerhalb von acht Wochen nach dem zweiten Termin
Fr. 1560.—inkl. MwSt.
★★★★★ über 600 Bewertungen via eTermin Seit 1970 in Zürich Jede Analyse von einer Beraterin erstellt, ohne KI-Auswertung Vor Ort oder als Videogespräch

Alle Angebote zur Berufs- & Studienwahl ansehen →

Die Seiten für Ihr Kind

Diese Seite spricht Sie an. Für Ihr Kind gibt es eigene Seiten, in seiner Sprache geschrieben. Zeigen Sie sie ihm ruhig direkt:

Berufswahl nach der Oberstufe · Studienwahl nach der Matura · Zweifel während Lehre oder Studium

Häufige Fragen

Was Eltern uns fragen.

01Soll ich zum Termin mitkommen?
Nach unserer Erfahrung ja. Nicht, um zu antworten oder zu ergänzen, sondern um dasselbe zu hören. Weil Sie danach gemeinsam entscheiden, erspart das die Übersetzungsarbeit am Abendtisch, und Ihr Kind muss nicht allein erklären, was besprochen wurde. Bedingung ist es nicht: Wer lieber allein kommt, kommt allein.
02Mein Kind will eigentlich nicht. Soll ich es überreden?
Bitte nicht. Ein erzwungener Termin bringt wenig, weil das Gespräch von der Bereitschaft lebt, über sich nachzudenken. Fragen Sie stattdessen nach, woher der Widerstand kommt. Oft steckt die Angst dahinter, geprüft oder in eine Schublade gesteckt zu werden. Es hilft manchmal zu sagen, dass es keine Prüfung ist und dass nichts entschieden werden muss. Wenn die Ablehnung bleibt, warten Sie lieber ein paar Monate.
03Wir Eltern sind uns nicht einig, was das Richtige wäre.
Das kommt häufig vor, und es ist ein guter Grund für eine Beratung. Wir treten nicht als Schiedsrichter auf, aber die Analyse verschiebt das Gespräch: Es geht danach nicht mehr um zwei Meinungen, sondern um das, was bei Ihrem Kind tatsächlich angelegt ist. Kommen Sie ruhig zu zweit.
04Wer bucht, und wer bezahlt?
In der Regel buchen und bezahlen die Eltern; die Rechnung stellen wir wenige Tage nach dem Termin per E-Mail zu. Die Beratung selbst gehört aber Ihrem Kind. Es ist die Person, um die es geht.
05Erfahre ich, was besprochen wurde?
Bei minderjährigen Jugendlichen richtet sich der schriftliche Bericht an die Familie, und meistens sind Sie beim Gespräch ohnehin dabei. Wenn Ihr Kind etwas lieber für sich behalten möchte, sagen Sie oder es das bitte vor dem Termin der Beraterin. Dafür findet sich immer eine Lösung.
06Mein Kind ist erst im 1. Oberstufenjahr. Ist das zu früh?
Nein. Ab Ende des ersten Oberstufenjahres ist es für die Lehrstellensuche so weit, ganz besonders im zweiten. Dann bleibt genug Zeit zum Schnuppern. Deutlich früher lohnt es sich meist noch nicht. Wenn es aber um grundlegende Schul- und Lernfragen geht oder um die Wahl der weiterführenden Schule, melden Sie sich bitte telefonisch, dann stellen wir das passende Angebot zusammen.
07Was, wenn das Ergebnis nicht dem entspricht, was wir uns vorgestellt haben?
Dann sagen wir es Ihnen trotzdem. Wir beschreiben, was wir sehen, auch wenn es unbequem ist. Das ist der eigentliche Wert einer Beratung von aussen. Eine Analyse ist aber kein Urteil und keine Prognose: Sie zeigt Anlagen und passende Richtungen, nicht ein festgelegtes Schicksal.
Kontakt und nächster Schritt

Sie müssen das nicht allein lösen.

Buchen Sie einen Termin bei der Beraterin Ihrer Wahl oder rufen Sie zuerst an, wenn Sie unsicher sind, ob der Zeitpunkt stimmt. Das klären wir in fünf Minuten.

AnrufenE-MailTermin buchen